Endlich: PS4 wieder erhältlich!

Wie jetzt bekannt wurde, ist die Standardversion der Sony Next-Gen-Konsole wieder für 399,- EUR beim Versandhändler Amazon erhältlich.
Nach vielen Monaten des Wartens können Zockervirtuosen endlich aufatmen. Seit dem waren nur Varianten der PS4 in überteuerten Angeboten zu finden. Aber nun kann man sie wieder regulär erwerben.

4.4.14 16:46, kommentieren

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Review zu Thief

Einführung:
Endlich ist es soweit: Thief ist da! Der Reboot der Schleich-Serie von Eidos Montreal bringt große Erwartungen mit sich und Fans hoffen auf ein klassisches Thief mit dem sichtbaren Next-Gen-Schritt. Für die die mit Thief so gar nichts anfangen können: In der Serie geht es im Grunde um das stille Schleichen und um einigen fremden Leuten das Hab und Gut abzunehmen. Natürlich gibt es auch eine Geschichte dazu doch dazu komme ich gleich. Ob der Titel nun neue Maßstäbe setzt oder sich nur auf der Stelle dreht, ohne einen Schritt nach vorne zu machen, wird in diesem Test geklärt.

Story:
Wie auch in den vorherigen Teilen geht es um den Konflikt zwischen Fortschritt und der Natur. Hauptperson Garrett und deren Ex-Zögling Aron sind dabei auf der Suche, um einen Urkraftstein zu finden. Dabei fällt aber Aron in ein mysteriöses Portal und Garett bleibt zurück.
Jetzt beginnt erst das richtige Spiel.
Nach einem Jahr kommt Garett in einer Stadt wieder zu sich, die sich inzwischen sehr verändert wird. Seine alte "Arbeitsstelle" wird von despotischen Truppen unter Beschlag genommen und klein gehalten. Und außerdem werden große Teile der Bevölkerung durch eine Seuche dahin gerafft.
Nähere Details, wie die Seuche und der Urkraftstein, werden im Spiel genauer erläutert. Allerdings hat Thief Schwierigkeiten genau solche Fragen verständlich zu beantworten.
Und ohne etwas voraus zu nehmen, das Spiel lässt uns mit einem nichts sagenden Ende zurück, was ziemlich enttäuschend ist.
Auch die emotionale Tiefe, die wir als Garrett mit Aron haben sollen, schlägt fehl, weil die Schülerin von Anfang an als unsympathische Göre rüber kommt. Man bildet eher einen Hass auf Aron aus.

Gameplay:
Wie man es von Thief gewohnt ist, schleichen wir uns als Garrett strategisch durch die Level, und nehmen dabei alles mit, was wir in die Finger bekommen können. Dabei nutzen wir Schatten und bleiben möglichst aus dem Sichtfeld der zahlreichen Wachen. Das ist auch ratsam, denn im Gegensatz zu Assassin's Creed ist Garrett kein guter Nahkämpfer. Einen Gegner können wir noch mit Mühe und Not mit dem Schlagstock außer Gefecht setzen, aber bei Mehreren sollte man sich lieber zwei mal überlegen, ob man nicht doch eher den heimlichen Weg gehen. Denn die KI ist schwieriger zu überlisten, als manche in anderen Spielen.
Wenn wir zum Beispiel eine Fackel mit einem Wasserpfeil löschen, um die Wachen abzulenken oder an ihnen vorbei zu kommen, dann zünden sie diese gleich wieder an.
Aber die abwechslungsreichen und speziellen Pfeile kamen
sowieso kaum zum Einsatz. Und nebenbei sollte man einen heimlich erledigten Wachmann in der nächsten dunklen Ecke verstecken
Viel sinnvoller ist deshalb auch das dynamische Schleichen. Dabei huscht man von Ecke zu Ecke, das macht mehr Spaß.
Und trotz der aufmerksamen KI ist Thief, mit dem schnellen Huschen, doch etwas zu leicht. Hätte man durchaus besser lösen können. Gerade weil die Vorgänger so bock-schwer waren. Zum Glück darf man vor dem Beginn einige Hilfen ausschalten und ein paar Herausforderungen einschalten. Zum Beispiel, dass die Mission automatisch fehlgeschlagen ist, wenn man entdeckt wird.
Bei Thief kommt es auch dazu, dass wir selbst mitdenken müssen wenn wir zum Beispiel einen Safe mithilfe von gestohlenen Dokumenten öffnen oder ein Puzzle lösen.
Leider kommen diese Denkaufgaben zu selten zum Einsatz.
Die Spielwelt ist nur begrenzt begehbar, aber dafür finden wir oftmals einige Habseligkeiten.
Außerdem gibt es viele Nebenmissionen und die Möglichkeit ihre mitgenommenen Kostbarkeiten gegen Upgrades oder Munition usw einzutauschen.
Reichlich umstritten ist der neue Focus-Mode, der die Laufwege von Gegnern oder Beute leichter anzeigt.
Das wird im Grunde nicht benötigt und ist nur für Leute da, die es gern gemütlich haben.

Technik:
Die gesamte Welt in Thief ist sehr finster und doch sehr stimmig gehalten. Das Zusammenspiel zwischen Licht und Schatten ist gut umgesetzt und es macht schon Spaß sich in dieser Welt nur zu bewegen. Trotzdem macht es grafisch nicht gerade den neuesten Eindruck, weil manche Partikel ziemlich plump wirken.
Zwar ist die Vertonung der Figuren in Ordnung, nur die Synchronität lässt oft zu Wünschen übrig, um nicht zu sagen sie sei enttäuschend.
Zwischendurch gibt es einige gescriptete Sequenzen, die für ein Thief-Spiel sehr untypisch sind. Jedoch sind die ziemlich gut gelungen.

Fazit:
Thief ist zwar weit davon entfernt schlecht zu sein, aber ein klassisches Thief ist dabei nicht hervor gegangen. Dafür hat es einfach Elemente eingebaut, die da irgendwie nicht hingehören. Es bleibt ein gut spielbarer Titel, aber für echte Fans ist er etwas enttäuschend. Man muss halt wissen, ob es einem trotz der Mängel wert ist diesen Titel in seinem Laufwerk zu haben.

23.3.14 14:11, kommentieren


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