Review zu Batman Arkham Origins

Einführung:
Gut dreieinhalb Jahre nach dem sehr beeindruckenden Batman Arkham City kommt jetzt die Fortsetzung bzw. die Vorgeschichte, in dem wir als noch etwas unerfahrener Superheld durch die Straßen Gothams ziehen und mal heimlich, mal weniger heimlich Schurken ausschalten. Die Erwartungen sind hoch gesteckt. Warum Arkham Origins kein Megahit, aber trotzdem ein gutes Spiel ist, erkläre ich in diesem Test.



Story:
Die Stadt Gotham City, in der es sich zeitlich kurz vor dem Weihnachtsabend befindet, kennt Bruce Wayne in seiner Geheimidentität als Batman noch nicht so gut, die Unterwelt der Großstadt allerdings umso besser. Deshalb hat der Verbrecher Black Mask ein Kopfgeld auf den angehenden Helden von 50 Millionen Dollar ausgesetzt. Deshalb sind einige Schurken hinter Batman her, um in auszuschalten. Dabei kommen einige bekannte Figuren zum Vorschein. Die Story spielt nur so vor sich hin, ist aber trotzdem mit sehr viel Action inszeniert.



Gameplay:
Wer einen der Vorgänger von Warner Bros. schon gespielt hat, wird mit der grundlegenden Steuerung des schwarzen Ritters keine Probleme haben. Dieses mal haben wir allerdings die Möglichkeit beliebig durch gesamt Gotham zu reisen, die doppelt so groß ist wie der abgeriegelte Stadtteil im Vorgänger. Dabei hilft jetzt ein echtes Schnellreisesystem, bei dem wir mithilfe des Batwings uns zu einem bestimmten Punkt in der Stadt beamen lassen können, eine Neuerung von Arkham Origins. Allerdings kann man ihn leider nicht selber steuern. Die Punkte müssen aber bei einem Funkturm, den man hacken muss, freisetzten.
Es sollte sich also jetzt anders anfühlen, da nicht wie vorher nur ein Stadtteil vorhanden ist. Jedoch fühlt es sich exakt genauso an. Es gibt wieder an fast jeder Ecke kleine Schurken, zu denen sich nun korrupte Polizisten gesellen. Außerdem gibt es in der Großstadt deutlich weniger Ankerpunkte für den Greifhaken. An offensichtlichen Stellen, wo man sich heran ziehen können sollte, kann man dies nicht. Das kann einem manchmal wirklich zur Weißglut führen. Schade, Schade.
Aber das altbekannte Freeflow-Kampfsystem funktioniert immer noch einwandfrei, welches mit etwas Übung erst erfolgreich zu handeln ist. Dabei braucht im Grunde nur zwei Tasten: Schlagen und Kontern. Wenn man dies lange durchhält, ohne einen Treffer zu kassieren, bekommt man deutliche Punkteboni. Bei dem entsprechenden Signal, welches über dem Gegner erscheint, sollte man diesen per Knopfdruck kontern. Dazu gibt es noch eine Taste zum Ausweichen und eine, um Gegner benommen werden zu lassen.
Es gilt auch wieder Erfahrungspunkte zu sammeln, um Gadget-, Rüstungsupgrades und neue Kombos freizuschalten.
Und Batman wäre nicht Batman ohne seine Gadget. Dazu zählen ein Enterhaken, Rauchbomben, Baterangs usw. . Anfangs haben wir nur ein spärliches Equipment, bekommen aber noch einiges dazu. Der schwarze Ritter hat auch einen Röntgenblick, mit dem man Hinweise entdecken kann, mit dem man manchmal kleine Detektivspiele absolvieren muss.
Diese sind typisch für die Arkham-Reihe, bei denen allerdings nicht sehr viel Denkvermögen nötig ist. Es beinhaltet das Folgen von Pfeilen und Knöpfen zu drücken. Trotzdem ein nettes Extra.
Wer mit dem Storymodus durch ist oder davon erstmal genug hat, kann sein Können in den Herausforderungen unter Beweis stellen.



Technik:
Batman Arkham Origins verwendet dieselbe Grafikengine, wodurch es nicht gerade berauschend schöner ist als in Arkham City. Wie auch sonst gibt es auf dem PC bessere Auflösung und die Kantenglättung sorgt für ein ruhigeres Bild.
Die deutsche Vertonung ist dabei sehr gut gelungen und die Gesichter der Charaktere sind sehr detailliert.



Fazit:
Der Versuch ein besseres Spiel auf die Beine zu stellen gelingt Rocksteady nicht. Mit einer Story, die nicht sehr spektakulär ist und einer Atmosphäre die eigentlich dieselbe ist, wie in Batman Arkham City, reißt es gerade Fans der Reihe nicht wirklich vom Hocker. Auch die Großstadt Gotham kommt einem so verlassen vor, abgesehen von den finsteren Gestalten, die dem schwarzen Ritter an den Kragen wollen. Ich will nicht sagen, dass es ein schlechter Titel ist. Das Kampfsystem und das verdeckte Vorgehen in den einzelnen Leveln machen wie gewohnt sehr viel Spaß. Arkham Origins ist ziemlich gut, aber reicht bei weitem nicht an seinen Vorgänger heran.

30.1.14 17:44

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